Cleotine Claw 4 von 6: Wer schläft verliert

Warum eine Assistentin ein eigenes Postfach braucht und ein i7 nicht alles kann.

Modelle rauf, Modelle runter, und irgendwann war klar: Auf dem eigenen Account skaliert das nicht. Cleo hatte bereits einen Lebenslauf. Jetzt brauchte sie auch eine eigene digitale Existenz: ein eigenes Postfach, einen eigenen Kalender, eigene Secrets und Rechte, die man ihr jederzeit wieder entziehen kann. Denselben Login für Mensch und Agent zu verwenden, ist keine Integration, sondern Annexion.

Wie real diese Gefahr ist, zeigte sich bei Summer Yue, Meta’s Director of Alignment bei Superintelligence (1). Dort lief ein Agent mit den Rechten von Summer und löschte alle Mails.

Die Microsoft-365-Anbindungen waren damals dünn. Also baute ich die Integration selbst, in einer Woche und mit KI als Sparringpartnerin. In einer Woche! Von Null Ahnung zur Graph API von Microsoft. "Früher" hätte mich alleine der Know-How-Aufbau und die Prototypen einen Monat gebraucht. Ich wurde so produktiv mit der KI, dass Pausen eine enorme Zeitverschwendung wurde.


Die Installation via Proxmox und die Hardware war bescheiden: ein Intel i7, 128 GB RAM und keine nennenswerte Grafikkarte. Darauf liefen kleine (allerkleinste) Qwen-Modelle für einfache Fragen und für die Nachtarbeit am Gedächtnis. Das funktioniert schon... ein Spass ist es aber nicht. Es bleibt nicht lange stabil. Als Fallback sprang Grok ein. 

Meine Einschätzung: Für bestimmte Aufgaben würden sich 2’000 bis 5’000 Franken für Hardware rasch lohnen. Nicht, weil es dann schöner wird, sondern stabiler.

Der Stack
SchichtKomponente
BetriebssystemUbuntu Headless
VirtualisierungProxmox
NetzwerkTailscale nativ
DatenbankPostgreSQL
Lokale ModelleOllama mit Qwen
ReserveCloud (Grok), diverse Modelle

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